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Aus dem Land der Pizza und Pasta kommt mit DEATH HEAVEN
eine junge Band, die zwar schon einiges an Live-Erfahrung sammeln konnte,
aber noch keine richtige CD aufgenommen hatte, was nun aber mit „Techno
Decomposition World“ nachgeholt wird. Stilistisch handelt es sich hierbei um
– wer hätte es beim Bandnamen gedacht – Death Metal. Zwar kommt das Demo
noch auf einer normalen CD-R daher, aber dadurch, dass die Datenfläche
schwarz ist hebt sie sich trotzdem von anderen ab.
Wir starten mit dem Intro „The Fusion Between A.I. and Humanity“, bei dem
man getrost nochmal genüsslich gähnen kann oder sich schnell einen Kaffee
zubereiten kann. Viel verpasst man bei diesem 08/15-Intro, welches auf
Synths und ein paar Sirenenklängen besteht und mit fast zwei Minuten viel zu
sehr in die Länge gezogen wird. Doch kommen wir zum wesentlichen und da
legen die Italiener gleich ordentlich mit dem Titeltrack „Techno
Decomposition World“ ordentlich los, dass einem die Calzone auf dem Teller
explodiert. Auch wenn die Produktion vielleicht einen Tick zu „oldschool“
ist, so mag der leicht technisch angehauchte Death Metal zu gefallen.
Frontsänger Andrea zerstört mit seinem Growlgesang auch das letzte Bild,
dass man vom „Ti amo“-säuselnden Italo-Macho vor Augen hatte, Baital hinter
der Schießbude würzt das mit einer ordentlichen Portion Blasts sowie
Doublebassgewitter und die Gitarrenfraktion frickelt sich munter durch den
Song. Was auffällt ist, dass DEATH HEAVEN wohl eine Vorliebe für ziemlich
Lange Songs haben, was vor allem im brutalen Death Metal nicht oft vorkommt.
Leider beweisen sie auch warum das so ist, denn manche der Songs enthalten
spürbare Längen, auch wenn man versucht mit einigen schönen akustischen
Breaks wie z.B. bei „The Cannibal of Milwaukee“ etwas für Auflockerung zu
sorgen. Jedoch sind selbst diese Breaks etwas zu lang gehalten.
Paradoxerweise wird gerade „Sunday of War“, welcher mit über zehn Minuten
Spielzeit den Vogel abschießt, ganz und garnicht langweilig und wirkt sogar
schön progressiv, jedoch zu jedem Zeitpunkt noch nachvollziehbar.
Auf dem Album gibt es keine richtigen Totalausfälle, jedoch sticht auch kein
Song wirklch heraus. Hauptproblem sind einige spürbare Längen in den Songs.
Trotzdem sollte sich die Band nicht davon abbringen lassen und weiterhin
Death Metal mit Überlänge produzieren, denn mit etwas mehr Erfahrung sollten
auch mehr Songs vom Kaliber „Sunday of War“ möglich sein. Den Death Metal
erfinden DEATH HEAVEN natürlich nicht neu, aber für drei Euro bekommt man
hier soliden leicht technischen, brutalen und aggressiven Todesblei geboten.
Bewertung: 6.5/10
Redakteur:
Nicolai Teufel